Ich sitze in der Mittagspause in der Eisdiele und genieße meine Latte Macchiato und die erstern Sonnenstrahlen. Die zunehmende Lautstärke der Unterhaltung am Nebentisch zieht meine Aufmerksamkeit auf sich. „Sie kommen immer mit den gleichen, unsinnigen Argumenten.“ „Sie hören mir ja auch einfach nicht zu.“ Welche Chance, ein Streit! Schießt es mir durch den Kopf. „Darf ich Ihnen helfen, Ihren Konflikt kreativ und konstruktiv zu gestalten?“ frage ich. Ungewöhnlich – oder? Würden Sie so reagieren?


Viele von uns haben gelernt, Konflikte als Zeichen dafür zu sehen, dass etwas nicht stimmt, dass wir versagt haben. Ein Konflikt in der Öffentlichkeit erscheint peinlich. Deshalb meiden wir im Allgemeinen den Umgang mit Konflikten tunlichst, gehen ihnen aus dem Weg und hören eifrig weg, sobald ein Konflikt in unserem Umfeld auftaucht.

 

Als die Nazis die Kommunisten holten,

habe ich geschwiegen;

ich war ja kein Kommunist.

 

Als sie die Sozialdemokraten einsperrten,

habe ich geschwiegen;

ich war ja kein Sozialdemokrat.

 

Als sie die Gewerkschafter holten,

habe ich nicht protestiert;

ich war ja kein Gewerkschafter.

 

Als sie die Juden holten,

habe ich geschwiegen;

ich war ja kein Jude.

 

Als sie mich holten,

gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

 

 Martin Niemöller

Mediation heißt für mich Menschen darin zu unterstützen, auf friedliche Weise ihre Konflikte zu leben. Einen Raum zu bieten, in dem die Menschen fähig sind, sich ihrer Handlungen und deren Auswirkungen bewusst zu werden und die Verantwortung für das Geschehene übernehmen zu können. So dass alle Beteiliten daraus etwas lernen und ihre Beziehungen und ihre Zusammenarbeit weiter entwickeln können.


Konflikte sehe ich als wertvollen Bestandteil menschlicher Beziehungen. Sie helfen uns als Individuen und als Gesellschaft zu wachsen.


Voraussetzung dafür ist jedoch, dass wir Konflikte annehmen und lernen, uns für unsere Bedürfnisse einzusetzen und gleichzeitig anderen zuzugestehen, dass sie dies auch für ihre Bedürfnisse tun, jedoch ohne dabei den anderen zu verletzen.


Das geht nicht, glauben Sie? Zumindest sehr schwierig!


Nun ja, es ist nicht gerade das, was wir in unserer Sozialisierung üblicherweise zu lernen pflegen.


Ich hatte das Glück mittels der Gewaltfreien Kommunikation eine Lebenseinstellung zu begegnen, die unter anderem genau hier ansetzt.


Sie lehrt uns, hinter menschliche Unzufriedenheit, Forderungen, Streit zu schauen und darin verborgen den Versuch zu sehen, sich legitime Bedürfnisse zu erfüllen und eröffnet damit oft neue Möglichkeiten für Kontakt und Kooperation. Denn Bedürfnisse hat und kennt jedermann, sie verbinden uns.


Gerne teile ich diese Lebensweise mit Ihnen und unterstütze Sie dabei Ihre Konflikte als Chance zu er- und begreifen und auf diese Weise zu lösen. Meine Kontaktdaten finden Sie unter Kontakt